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Die nächste Haltung ist die beste Haltung!

Intervalltraining-Physiotherapie

Wer kennt es nicht, man sitzt bequem in der Arbeit am Schreibtisch oder zu Hause am Esstisch, dann kommt jemand vorbei und macht einen mit eindrücklichen Worten darauf aufmerksam gerade zu sitzen und eine „schöne“ Haltung einzunehmen. Generell ist es eine weit verbreitete Meinung, dass Rückenschmerzen verhindert werden könne, wenn man nicht „falsch“ sitzt.

Doch kann man wirklich so klar sagen, dass es ungesund ist bequem zu sitzen oder am Sofa zu lümmeln?

Haltung aus Sicht der Physiotherapie

Was man generell weiß ist, dass unsere Wirbelsäule verschiedene Schwingungen besitzt. Das heißt sie hat im Lendenbereich eine Schwingung nach vorne, im Brustbereich eine Schwingung nach hinten und wieder im Bereich der Halswirbelsäule eine Schwingung nach vorne. Diese S-förmige Schwingung kann bei manchen Menschen stärker, bei manchen aber auch schwächer ausgeprägt sein. Ebenso können zu den natürlichen Schwingungen der Wirbelsäule in der seitlichen Ebene Abweichungen auftreten. Die sogenannte Skoliose. Dadurch, dass jeder Mensch eine bevorzugte Hand hat und auch mit Vorliebe mit einem Bein den ersten Schritt macht, sowie nicht alle Organe paarweise im Oberkörper liegen ist eine leichte Abweichung der Wirbelsäule von der Lotlonie als absolut anzusehen.

Dadurch, dass die Schwingungen der Wirbelsäule also natürlich auftreten, und bei den einen stärker bzw. schwächer ausgeprägt sind, kann man auch nicht sagen, wie eine „optimale“ Wirbelsäule aussieht. Jeder Mensch ist einzigartig.

Aufrechtere oder eingefallene Haltungen können häufig Einblicke in die Gefühlswelt eines Menschen liefern. So drückt das Sprichwort „es liegt dir eine Last auf deinen Schultern“ oder „heute fühle ich mich niedergeschlagen“ ganz gut aus, wie man sich die Haltung eines solchen Menschen vorstellen kann. Allerdings nehmen auch Menschen, die von etwas überzeugt sind oder für etwas einstehen wollen, automatisch eine aufrechtere geradere Haltung ein.

Dies als Physiotherapeut zu beachten liefert oft wichtige Hinweise auf die Symptomatik des Patienten. Wie bereits in unserem Blogbeitrag über Schmerzen nachzulesen ist haben vor allem Ängste, Stress, negative Gedanken und Gefühle einen großen Einfluss auf die Entstehung und die Wahrnehmung von Schmerzen.

Treten also Schmerzen in einer bestimmten Haltung oder Position auf, heißt das noch nicht,dass diese Position per se schädlich für die Wirbelsäule ist. Es bedeutet primär nur, dass durch bestimmte Sensibilisierungsfaktoren und Schmerz ausgelöst wird.

Forschung zum Thema „Haltung“: Das sagt die Wissenschaft

So konnte in wissenschaftlichen Studien zu Beispiel herausgefunden werden, das Genetik einen fast 5mal größeren Einfluss auf Rückenschmerzen hat, als eine sogenannte „schlechte“ Haltung oder bestimmte Positionen während einer Arbeitstätigkeit.

Für jeden Menschen sieht eine bequeme Haltung anders aus. Die Forschung hat in den letzten Jahren festgestellt, dass es sowohl Menschen gibt, die sehr aktiv (also mit möglichst geradem Rücken) sitzen und aber auch Menschen, die sehr passiv (eingefallen) sitzen. Wird diese bevorzugte Position nun also über längere Zeit gehalten,und löst dadurch einen Schmerz au, heißt das noch lange nicht, dass dadurch die Wirbelsäule geschädigt wird. Allerdings weiß man auch, dass diese Schmerzen durch das Verändern der Position wieder gelindert werden können.

Generell ist unsere Wirbelsäule und die umgebenden Strukturen ein sehr stabiles Konstrukt. Man denke nur an einen Sturz mit dem Fahrrad oder mit den Skiern, wo große Kräfte auf den Körper wirken, aber man sich trotzdem oft trotz des Unfalls nicht verletzt.

Umso wichtiger ist es, sich auf diese Robustheit unseres Körpers und der Wirbelsäule zu verlassen und darauf zu vertrauen, dass er auch bestimmte Haltungen über längere Zeit aushält.

Fazit: Haltung und Schmerzen

Intervalltraining-Physiotherapie Abschließend kann man also sagen, dass die Haltung oft unsere Stimmung und Gefühlslage spiegelt. Diese Gefühlslage hat großen Einfluss auf die Schmerzen, die wir während bestimmten Haltungen und Positionen verspüren. Vertrauen wir auf die Robustheit unseres Körpers, so wissen wir, dass diese nicht schädlich sind für unseren Körper.

Allerdings können wir sie durch einen Änderung der Position, sowie durch regelmäßige Bewegung in der Freizeit, positiv beeinflussen.

Je mehr wir also in Bewegung bleiben, desto weniger Positionen müssen wir über einen längeren Zeitraum halten.

Um es also kurz zu sagen: die beste Haltung ist immer die beste Haltung.

🙂

Wir Physiotherapeuten des Full.Motion Physioteams unterstützen Sie gerne dabei, Ihren Arbeitsplatz so zu gestalten, dass Sie Ihre Bewegungsmöglichkeiten optimal ausnutzen können. Nehmen Sie einfach mit uns Kontakt auf.